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Der Satz, mit dem ich jedes Kennenlerngespräch beginne

  • 14. August 2026
  • 5 Min. Lesezeit
Zwei Frauen im ruhigen Gespräch per Video-Call – ein Kennenlerngespräch ohne Druck

Quelle Bild: mit KI bearbeitet

Es gibt einen Satz, den jede Frau von mir als Erstes hört. Bevor wir über irgendetwas reden, bevor du erzählst, was du gerade trägst, sage ich: „Du musst heute nichts entscheiden. Erzähl mir einfach, wie es dir gerade geht.“ Und fast immer passiert im selben Moment etwas – die Schultern sinken ein Stück. Als hätte jemand eine Last genommen, die du gar nicht mehr bewusst gespürt hast.

Warum ausgerechnet dieser Satz

Die meisten Frauen, die zu mir kommen, tragen zwei Dinge gleichzeitig in ein erstes Gespräch: ihre Erschöpfung – und die Angst, sich gleich erklären, rechtfertigen oder entscheiden zu müssen. Sie sind es gewohnt, überall zu funktionieren. Also erwarten sie, dass sie auch hier funktionieren müssen. Dass sie überzeugend genug schildern, „schlimm genug“ dran sind, am Ende etwas buchen.

Ich erkenne diese Anspannung sofort – an der Stimme, die im ersten Moment noch ein bisschen zu fest klingt, an dem Lächeln, das erklärt, bevor überhaupt jemand gefragt hat. Es ist dieselbe Anspannung, mit der diese Frauen durch ihren ganzen Tag gehen. Und deshalb ist mir wichtig, sie nicht auch noch in mein Gespräch mitzunehmen.

Dieser eine Satz nimmt beides weg. Kein Muss. Keine Entscheidung. Kein Test, den du bestehen müsstest. Nur die Einladung, für einen Moment ehrlich zu sein – ohne Folgen.

Denn genau hier liegt oft das Missverständnis: Viele glauben, sie müssten sich ihre Erschöpfung erst verdienen, bevor sie sie zeigen dürfen. Sie vergleichen sich mit anderen, die es angeblich schwerer haben, und kommen zu dem Schluss, dass sie sich nicht so anstellen sollten. Und so sitzen sie in einem ersten Gespräch und sortieren im Kopf schon vor, was sie sagen dürfen und was nach Jammern klingen könnte. Dieser Satz sagt ihnen: Du musst hier nichts filtern. Sag es, wie es ist.

„Fast jede Frau atmet hörbar aus, wenn sie merkt: Hier muss ich nichts beweisen.“

Was dahinter steckt

Ich habe diesen Satz nicht aus einem Coaching-Handbuch. Ich sage ihn, weil ich selbst einmal auf der anderen Seite saß – erschöpft, funktionierend, und mit der leisen Angst, dass ich mich gleich erklären oder rechtfertigen müsste, warum es mir schlecht geht, obwohl doch „alles in Ordnung“ war.

Was mir damals gefehlt hat, war genau das: ein Raum, in dem ich nichts leisten musste. In dem es nicht darum ging, das richtige Ziel zu formulieren oder den perfekten Plan zu haben. Sondern erst einmal nur darum, gehört zu werden. Deshalb beginnt bei mir jedes Gespräch so. Weil ich weiß, wie viel dieser eine Moment wert ist, in dem niemand etwas von dir will.

Und ich habe gemerkt, wie viel sich in diesem einen Moment schon verschiebt. Manche fangen an zu erzählen und stoppen mitten im Satz, weil sie überrascht sind, dass ihnen jemand einfach zuhört, ohne sofort einen Rat zu geben. Manche werden still. Manche weinen. Und fast alle sagen irgendwann denselben Satz: „Das habe ich so noch nie ausgesprochen.“ Nicht, weil niemand da war. Sondern weil niemand gefragt hat, ohne gleich eine Lösung parat zu haben.

Warum das erste Gespräch nicht über die Buchung entscheidet

Viele Frauen zögern, ein Kennenlerngespräch überhaupt anzufragen, weil sie glauben, danach unter Druck zu stehen. Als hätten sie mit dem ersten Schritt schon Ja gesagt. Aber so arbeite ich nicht – und ehrlich gesagt könnte ich das gar nicht. Begleitung, die aus Druck entsteht, trägt nicht.

Deshalb ist das Kennenlerngespräch bei mir zwanzig Minuten Zuhören und wir schauen gemeinsam, ob es passt. Und wenn ich merke, dass du gerade etwas anderes brauchst als Mentoring, zum Beispiel ärztliche oder therapeutische Hilfe, dann sage ich dir das offen. Welche Form wann die richtige ist, habe ich im Artikel “ Coaching, Therapie oder Mentoring – welche Hilfe passt zu dir? “ aufgeschrieben.

Du musst dich im ersten Gespräch für nichts entscheiden, auch nichts buchen und dich für nichts rechtfertigen. Wenn du am Ende spürst, dass es nicht passt, ist das völlig in Ordnung – dann hast du zwanzig Minuten lang einmal ehrlich gesagt, wie es dir geht, und auch das ist doch schon viel wert. Ich möchte nicht, dass sich jemand verpflichtet fühlt. Ich möchte, dass es passt.

„Ein erstes Gespräch ist kein Vertrag. Es ist nur ein ehrliches Hinschauen – gemeinsam.“

Und wenn du dir das noch nicht zutraust

Vielleicht ist ein Gespräch gerade noch ein zu großer Schritt für dich. Auch das ist völlig in Ordnung. Dann fang mit etwas Kleinerem an, ganz für dich: Meine kleine Audio-Reise „Feierabend für den Kopf“ schenkt dir fünf Minuten, in denen du nichts tun musst außer zuhören. Ganz ohne, dass jemand etwas von dir will. Du findest sie auf meiner Startseite unter dem Newsletter „Ein Moment nur für dich“. Trag dich dort ein und du erhältst die Audio Reise als kleines Geschenk von mir.

Für dich

Vielleicht wartest du auch gerade auf die Erlaubnis, ehrlich zu sein, wie es dir geht. Ohne es gleich in Ordnung bringen zu müssen. Dann darfst du sie dir heute selbst geben – mit genau diesem Satz: Ich muss jetzt nichts entscheiden. Ich darf einfach spüren, wie es mir geht.

Und wenn du irgendwann so weit bist, einfach mal zu reden – ohne dich festzulegen: Ich höre dir gern zu. Beim kostenfreien Kennenlerngespräch sind es zwanzig Minuten. Du darfst einfach da sein und du erzählst nur, wie es dir geht. 💛

Ich wünsche dir viele kleine Aha-Momente.
Deine Sabine