Glaubenssätze sind tief verwurzelte Überzeugungen, die nicht selten wie unsichtbare Gesetzeshüter agieren: Sie diktieren, was wir essen dürfen, wie viel wir wert sind und ob wir überhaupt Erfolg beim Abnehmen haben dürfen. In vielen Fällen entsteht dieser innere Kritiker in der Kindheit, aus Unsicherheiten, perfektionistischen Ansprüchen oder Erfahrungen mit Ablehnung.

Das Problem: Wenn wir annehmen, dass gesunde Ernährung „nur mit Verzicht“ funktioniert oder dass wir „nie genug Selbstdisziplin haben“, setzen wir uns früh fest auf einen Pfad, der uns zu Frustration, emotionalem Essen und Rückschritten führen kann. Doch genau hier liegt die Chance.
Indem du dich beobachtest – in Gedanken, beim Essen, im Dialog mit dir selbst – entdeckst du, wann diese Glaubenssätze auftauchen. Typische Trigger wie Stress, soziale Situationen oder unvorhergesehene Herausforderungen zeigen dir, wo dein innerer Kritiker aktiv wird. Und genau dort kannst du eingreifen.
Ein effektiver Schritt ist: Frage dich bewusst, ob diese Überzeugung wirklich allgemein gültig ist oder nur deine innere Stimme. Oft sitzt sie nur auf einer einzelnen Erfahrung oder auf dem Urteil anderer. Wenn du anfängst, diesen Gedanken zu hinterfragen, bröckelt sein Einfluss.
So kannst du neue Gedanken kultivieren: nicht als leere Affirmationen, sondern als echte, persönliche Erfahrungen. Statt „Ich schaffe das nie“ könntest du beobachten: „Ich habe schon oft schwierige Phasen gemeistert und daraus gelernt.“ Damit entsteht ein stabilerer mentaler Rahmen – weniger Druck, mehr Selbstmitgefühl.
Dieser mentale Wandel ist der Grundstein für eine nachhaltige Lebensstiländerung. Nicht nur Kalorien zählen – sondern das eigene Selbstverständnis herauszufordern und wachsen zu lassen.
Und wenn du jetzt denkst: „Das klingt kraftvoll, aber auch kompliziert“ – du bist nicht allein. In unserem Kurs Abnehmen beginnt im Kopf lernst du, wie du genau diese inneren Blockaden Schritt für Schritt auflöst – ohne Verzicht, ohne Schuldgefühle.